Fotografie

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Die Tradition

Karl Nimmrichter, der Großvater, war einst Optiker und Theaterfotograf in Bautzen. Das alte Theater, in dem er wirkte, befand sich damals noch am Lauengraben. Seine Kinder und Enkelkinder haben ihn nie kennen gelernt, er hat Rommels Afrika-Feldzug nicht überlebt. Geblieben waren nur die Alben mit hunderten Fotos, die für die Nachkommen das waren, was für andere Bilderbücher sind, die immer wieder für Faszination sorgen. Leider sind die Zeugnisse seiner fotografischen Handwerkskunst heute verschollen und damit wahrscheinlich auch ein Stück Bautzener Kulturgeschichte. Wahrscheinlich ist aber auch, dass die historischen Fotos der Beginn für Uwes Weg gewesen sind.

Heute

Die Zeit des künstlerischen Anspruches und der Träume sollten vorbei sein, eigentlich. Doch es kam anders. Inzwischen ist Uwe wieder in der Kunstszene verankert und es sind wieder Ausstellungen von ihm zu sehen. Die zeigen mehr als einfach nur Fotografien. Denn: Geblieben ist der Wunsch, Momente festzuhalten und in Emotionen einzutauchen. Im Mittelpunkt stehen die Menschen, deren Träume und Geschichten. Dazu musste Uwe die Technik noch einmal neu erlernen. Nach wie vor hat er noch das eine oder andere Problem mit der Elektronik, die bei ihm ab und an für Irritationen sorgt. Die Fotos im Nachhinein mit Photoshop schön zu machen, ist nicht sein Ding. Die tatsächliche Schönheit liegt in der Wirklichkeit. Eines wird es bei ihm übrigens nie geben: Das klassische Urlaubsfoto.

Nimmrichters Fotografie

Als sich Uwe 2011 eine Canon-Spiegelreflexkamera kaufte, hatte er bereits 20 Jahre keinen Fotoapparat mehr in der Hand. 1991 hat er seine Ausrüstung verschenkt, seine Praktica samt Objektiven und Blitzgeräten und seine PENTACON Six mit Zubehör. Dabei war Fotografie sein Leben. Aber, wenn keiner mehr zuhört, sollte man aufhören zu reden. Wenn keiner mehr etwas sehen will, muss man aufhören, Bilder zu machen. Seine letzte Fotoausstellung war dann 1992 in Geislingen.

 

Uwes Mentor und Lehrer war Herbert Ehlers, einer der umstrittensten Fotokünstler der DDR, der heute fast komplett in Vergessenheit geraten ist. Er fühlte sich mit der Künstlergruppe um Bärbel Bohley verbunden, eine der Mitbegründerinnen des Neuen Forums. Von 1987 an prägte das dann auch die Motive. Es durfte zwar nicht alles gezeigt werden, zu sehen waren die Ergebnisse dennoch, wenn auch nicht öffentlich. So kam es dann auch vor, dass ein netter älterer Herr Uwe in der Dunkelkammer besuchte und Negative zur Herausgabe anmahnte. Mit der Wende hat das, was davor nicht öffentlich gezeigt werden durfte, nicht mehr interessiert. Die Wende hat oft ihre Eltern und auch ihre Kinder gefressen. Herbert Ehlers hat den Weg nicht geschafft, er ist einige Jahre später verstorben.

 

Uwes Fotografie ist schnörkellos, Hauptmotive waren damals und sind auch mehr als 20 Jahre später die Menschen, die ihm begegnen. Er ist neugierig, hält Momente und Emotionen fest. Der eine oder andere kennt Uwe vielleicht noch als freier Redakteur der Sächsischen Zeitung. Das ist aber jetzt auch schon zweieinhalb Jahrzehnte her. Irgendwie musste das Hobby damals auch bezahlt werden. Den Jahren ohne Kamera trauert er nicht nach, es hatte alles seine Zeit.

Augenblicke

Im Namen der Hexe, Festung Königstein, 2011

Fio Condutor - Der rote Faden, Dresden, 2015

Im Namen der Hexe, Festung Königstein, 2011

"Schwarze Linie, weißer Kreise, roter...", Kirschau, 2016

Folklorum, Kulturinsel Einsiedel, 2014

L by Un-Label , Kölner Künstler Theater, 2016