Rumänien

Rumänien

Sucht man ein Bild, das Rumänien vollends beschreibt, so wird man sich vergebens bemühen. Es gibt nicht das eine Rumänien und das macht das Land so fastzinierend. Es gibt Siebenbürgen, den Banat, die Bukowina, die Walachei, die Dobrudscha, die Moldowina und das Kreischgebiet. Und jede Region hat ihren ganz eigenen Charakter, eine eigene Geschichte und eine eigene Kultur. Das Land war immer Spielball der großen Mächte, was überall Spuren hinterlassen hat. Erst 1881 erlange es die Unabhängigkeit und mit Einschränkungen nach dem ersten Weltkrieg die heutige Ausdehnung. Trotz der Unterschiede der Regionen eint aber alle Rumänen gleichermaßen der Stolz auf ihr Land.

 

Kein Land in Zentraleuropa ist so von Mythen, Missverständnissen und Vorurteilen geprägt wie das zwischen der Ukraine und Bulgarien, zwischen dem Schwarzen Meer, Serbien und Ungarn. Die bekannteste Legende ist sicher die von Dragula, eine reine Erfindung von Hollywood. Spricht man die Einheimischen darauf an, werden sie leicht missgelaunt, wenn sie letztlich auch den touristischen Nutzen daraus ziehen.

 

Ein weiteres großes Vorurteil ist der angebliche Verfall, die Faulheit und der Schmutz. Ist man dort, wird man schnell eines besseren belehrt. Nur wenige Länder haben derzeit so eine Dynamik wie Rumänien. Straßen werden Tag wie Nacht, am Wochenende und an den Feiertagen gebaut. Jeder Rumäne auf dem Lande werkelt irgendwie an seinem Häuschen und die historische Städte strahlen im neuen Glanz. Sicher ist auch Verfall zu sehen, vor allem dort, wo sich der Staat plötzlich zurückgezogen hat, bei den stalinistischen Altlasten oder in Siebenbürgen, aus dem eine ganze Bevölkerungsgruppe ausgewandert ist. Vergessen darf man nicht, in welchem Zustand das Land 1989 war. Und vor allem auch: Es ist immer noch ein armes Land.

 

Wir waren insgesamt fünf Mal in Rumänien. Wir waren immer wieder begeistert, von der Kultur, von der Landschaft und vor allem auch von den Menschen. Die sind immer freundlich, finden immer irgendwie eine Lösung und besitzen eine herzliche Gastfreundschaft. Eines darf man jedoch nie sagen: Prost. Das heißt übersetzt "Dummkopf".

Augenblicke

 

Eine typische Tracht im Maramures

Die Moldauklöster im Nordosten Rumäniens

 

Überall gibt es traumhafte Natur, wie hier im Făgăraş

Auf dem Markt in Arad kurz vor Ostern

 

Natur pur in der Dobrudscha

Arad ist eine pulsierende Stadt an der Grenze zu Ungarn

Über diesen Link gelangt Ihr zur Galerie. Dazu benötigt Ihr Zugangsdaten, die wir Euch gern zukommen lassen. Schickt uns einfach an info@nimmrichter-neukirch.de eine E-Mail.

Übernachtung

Mit dem Zelt, dem Wohnwagen oder dem Wohnmobil zu übernachten, ist in Rumänien kein Problem. Es gibt genügend kleine Zeltplätze, die oft in holländischer Hand sind. Dort gibt es saubere sanitäre Einrichtungen und vor allem viel Ruhe. Die Plätze sind jedoch meist in keinem Reiseführer zu finden. Informationen gibt es unter folgendem Link: www.campings-in-roemenie.nl

 

Wer möchte, kann es wie die Rumänen tun, am Fluss oder auf einer Wiese sein Zelt aufzustellen. Meist sieht man, wo das möglich ist. Manchmal kommt am Abend eine alte Frau, macht, so vorhanden, das Plumpsklo sauber und kassiert fünf Lei, einen Euro zwanzig. Am Schwarzen Meer gibt es aber auch Zeltplätze, die alles bieten, was man für einen Event-Urlaub braucht und die im krassen Wiederspruch zu allem vorgenannten stehen.

 

Falls Camping nicht der Favorit ist, findet man in den Touristenzentren überall kleine Pensionen. Meiden sollte man aber Hotels aus Vorwendezeiten.

Verkehr

Noch vor fünf Jahren war Autofahren ein Erlebnis für sich. Es gab kaum Autobahnen und die Landstraßen waren extrem schlecht. Das ändert sich in einem rasenden Tempo, was man auch kritisch sehen muss. Die Autobahnen werden wie auf einem Reißbrett in die Landschaft gebaut. Bei vielen Nebenstraßen, die es sich lohnt zu fahren, muss man sehr viel Aufmerksamkeit walten lassen, um nicht Reifen oder Stoßdämpfer einzubüßen.

 

Die Rumänen fahren scheinbar chaotisch, aber sehr rücksichtsvoll. Man muss sich auf deren Fahrstil einlassen können, vor allem abseits der Autobahnen.

Einreise und Sicherheit

Die Einreise ist mit Reisepass oder Personalausweis möglich und kein Problem. Gut ist, wenn man einige wenige Worte rumänisch kann. Das schafft Sympatie und beschleunigt die Abfertigung.

 

Um die Sicherheit braucht man sich in Rumänien keine Sorgen machen. Stellt man Einheimischen die Frage danach, bekommt man nicht ganz ernst gemeint die Antwort: "Die Halunken habt ihr doch jetzt."