Ukraine

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Übernachtung

In der Ukraine gibt es keine Zeltplätze, zumindest haben wir keine gefunden. Sind welche in einer Karte ausgezeichnet oder steht ein Schild am Straßenrand, handelt es sich um Zeltmöglichkeiten. Es ist aber kein Problem, an (Wander-)Rastplätzen, auf einer Wiese oder einem Feld seine Zelte aufzubauen. Fragt man, kann man auch auf dem Grundstück beim Bauern übernachten.

 

Entlang der großen Hauptstraßen gibt es viele Motels. Je später der Abend, desto höher wird der Preis - es lohnt sich, rechtzeitig zu suchen und zu schauen, welchen Standard es gibt. An dieser Stelle können wir aber mangels Erfahrung wenig beitragen.

Verkehr

Die Ukraine ist das zweitgrößte Land Europas und es gibt nur eine Autobahn, nämlich die von Kiew nach Odessa. Ansonsten gibt es meist grottenschlechte Landstraßen. Wir sind nicht nur ein Mal übers Feld gefahren, da der Pfad dort deutlich besser als die Landstraße war.

 

Der Verkehr erscheint auf den ersten Blick total chaotisch. In der Ukraine wird aber sehr viel Rücksicht aufeinander genommen, wesentlich mehr, als es die Autofahrer in Deutschland tun. So ist es kein Problem, auch bei Gegenverkehr zu überholen, man braucht am Anfang nur gute Nerven dafür.

Einreise und Sicherheit

Wir haben im Vorfeld versucht, uns zu informieren und dabei viele Horrorgeschichten im Internet gelesen. Keine dieser Geschichten haben wir auch nur ansatzweise erlebt. Als deutsche Touristen, noch dazu mit Kindern, Zelten und per Auto wird man überall sehr nett aufgenommen. Auch Polizei und Zoll waren überaus freundlich. So gab es an den Grenzen keinerlei Probleme. Die Grenzer nehmen ihren Job aber sehr ernst. Es werden bei der Einreise auch Fahrgestellnummer, Kilometerstand und Tankinhalt erfasst.

 

In der Ukraine ist die Polizei sehr präsent. Aller 50 bis 100 Kilometer gibt es auf den Straßen Kontrollstellen, wobei wir nur ein Mal angehalten wurden.

Die Ukraine

Die Ukraine ist ein Land der Extreme, der Gegensätze. Trotz der Fußball-Europameisterschaft 2012 gab es im Vorfeld der Reise nur wenig Informationen, dafür viele Vorurteile und Halbwahrheiten, Horrorgeschichten im Internet und nicht immer richtige Angaben in Reiseführern. Selbst die Auskünfte auf der Internetseite des Auswärtigen Amtes waren nicht korrekt. Der Urlaub wurde damit auch eine Reise ins Ungewisse.

 

Eines lernt man recht schnell: Die Reise in die Ukraine ist eine in eine andere Kultur, nicht vergleichbar mit anderen Ländern Mittel- oder Südeuropas. Eine touristische Infrastruktur gibt es zudem bestenfalls in den Toursitenzentren.

 

Die Ukraine ist ein Land das sich noch selbst finden muss. Sie wurde in der heutigen Form erst 1991 gegründet. Seit 1654 gehörte es erst zu Russland und mit einer kurzen Unterbrechung dann zur Sowjetunion. Der Westteil war teilweise aber auch polnisch, österreich-ungarisch oder gehörte zu Litauen. Heute fühlt sich der Westen auch eher zu Europa hingezogen, der Osten zu Russland. Geeint ist das Land nur in der nach wie vor allgegenwärtigen Präsenz der Katastrophe des zweiten Weltkrieges.

 

Die Tour durch die Ukraine war eine mit vielen unvergesslichen Erlebnissen. Wir waren mit Zelt und Auto unterwegs, haben Menschen und Kultur kennengelernt und natürlich wieder viel gesehen: Wunderschöne Städte, verfallende Dörfer, beeindruckende Denkmäler, viel Armut und ebenso viel Reichtum, unberührte Natur und unendlich weite Landschaften. Wir haben viel Herzlichkeit und Hilfsbereitschaft erfahren und mussten uns auf manch Unwägbarkeit einstellen. Eines ist jedoch sicher: Wir fahren wieder hin. Die Ukraine ist ein Land, das süchtig macht.

 

Augenblicke

 

Ein allgegenwärtiges Bild am Straßenrand.

Die Steilküste bei Katscha auf der Krim.

Blick vom Male Hoverla über die Karpaten.

Eski-Kermen, die Höhlenstadt aus dem 5. Jahrhundert.

Das Schwalbennest bei Jalta.

Die LKWs aus vergangenen Zeiten sind überall zu sehen.